Zugang zum Eidgenössischem Diplom

BeraterIn im psychosozialen Bereich

Der Ausbildung BeraterIn für Gesundheitsverhalten und Stressbewältigung bereitet Sie gleichzeitig auf die höhere Fachprüfung des eidgenössischen Diploms "BeraterIn im psychosozialen Bereich (HFP)" vor.

Ausbildung

Höheres Fachdiplom BeraterIn für Gesundheitsverhalten und Stressbewältigung MR

Als dipl. BeraterIn für Gesundheitsverhalten und Stressbewältigung stehen Sie Ihren KlientInnen in den Bereichen Gesundheitsselbstfürsorge und Stressbewältigung beratend zur Seite. Ihre beraterische Tätigkeit ermöglicht es den Ratsuchenden, unter Ihrer Führung in einen selbstbestimmten Prozess einzutreten. Hierin werden im Zusammenhang mit gesundheitswirksamen Verhalten erreichbare Ziele erarbeitet und unter motivationalen Gesichtspunkten schrittweise umgesetzt. Bei Bedarf geben Sie auch gesundheitsspezifische Fachinformationen weiter und führen Kompetenztrainings in Entspannungsverfahren, Achtsamkeit und Genussfähigkeit durch. Sie stellen Ihre Dienstleistungen für die Bereiche Gesundheitsverhalten, Bewegungsaktivität, Ernährungsverhalten und Work-Life-Balance sowie für Stress- und Selbstmanagement zur Verfügung. Ziel ist die ressourcenorientierte Förderung der Gesundheitseigenkompetenz Ihrer KlientInnen sowohl zur Gesundheitsförderung wie auch zur weiteren Prävention bereits bestehender Erkrankungen. Die Beratung findet im klassischen Setting (Sitzungszimmer) oder in Form von gezielten motivationsfördernden Begleitungen bei gesundheitswirksamen Alltagsaktivitäten statt. Sie übernehmen dabei nicht nur eine hilfreiche Funktion für die Gesundheit Ihrer KlientInnen, sondern auch eine bedeutsame Rolle in der gesellschaftlichen Gesundheitsgrundversorgung. Hierzu sind Sie zudem befähigt, Gruppenkurse zur Sensibilisierung von Gesundheitsverhalten und als Kompetenztrainings durchzuführen.

Auf dem Weg zum höheren Fachdiplom werden an der medrelax folgende anerkannte Abschlüsse automatisch durchlaufen: die Diplomlehrgänge für Entspannungsfachpersonen (med. Progressive Muskelentspannung/PME, med. Autogenes Training/AT, med. Achtsamkeits-Interozeption®/AI®) zuhanden von Kompetenztrainings, der Fachdiplomlehrgang «BeraterIn für Stress- und Selbstmanagement» zuhanden der Stressberatung und der Fachdiplomlehrgang «BeraterIn für Achtsamkeit und Self-Care» zuhanden der Umsetzung von gesundheitswirksamem Verhalten.

Methode

Beratung bzw. Coaching beinhaltet das vorübergehende Zurseitestehen von KlientInnen bei Fragen, Problemen und Verfolgen von Zielen. Die beratende Person stellt sich hierbei seinen KlientInnen zur Verfügung mit dem Ziel, dass diese Zugriff auf ihre bestehenden Ressourcen finden, neue Ressourcen / Kompetenzen aufbauen und so ausgerüstet aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen eigenständig begegnen können. Beratung vollzieht sich in einem mehrphasigen Prozess ab, innerhalb dessen spezifisch motivational in Richtung Umsetzung und Halten von selbstgesetzten Zielen gearbeitet wird. Die hierbei verwendeten Modelle und Konzepte stammen aus der Persönlichkeits,- Motivations- und Willensforschung, sind wissenschaftlich gut untersucht und in der Praxis etabliert (Rubikon-Modell nach Heckhausen & Gollwitzer, modifiziert nach Grawe; Persönlichkeitsmodell nach Kuhl).

Gesundheits- und Stressbewältigungskompetenz sind wichtige Anliegen sowohl auf der individuellen wie auch auf der gesellschaftlichen Ebene. Entsprechende internationale und nationale Aktionsprogramme finden sich immer häufiger auf der politischen Agenda. BeraterInnen für Gesundheitsverhalten und Stressbewältigung sind hierbei mit ihrem Wissen in Gesundheitspsychologie, Stressmanagement und Beratung wichtige Akteure, um Personen individuell bei der konkreten Umsetzung motivational zu unterstützen und so nachhaltige Verhaltensänderungen zu ermöglichen. Die Beratung in Gesundheitsverhalten umfasst dabei die allgemeine Gesundheitsförderung (primäre Prävention) sowie die Verminderung von gesundheitsschädigendem Verhalten bei Risikopatienten (sekundäre Prävention), bei bereits vorliegender Erkrankung (tertiäre Prävention) oder zur Rückfallprophylaxe (quartäre Prävention). Beratung ist ein eigener Kompetenzbereich, der sich von medizinischen oder psychologischen Therapien unterscheidet. Das Erkennen von therapeutischer Notwendigkeit ist Teil des Beraterprofils und ermöglicht, bei Bedarf notwendige Therapien zu vermitteln.

Kompetenz

Der höhere Fachdiplomlehrgang beinhaltet das Aneignen von theoretischem und praktischem Wissen in beraterspezifischer Gesprächsführung, Zielfindungsprozessen, Problem- und Verhaltensanalysen, Ressourcenaktivierung, Motivationsförderung, Gesundheitspsychologie, Entspannungsmedizin, Stress- und Stressmanagement, Gesundheitsverhalten sowie Vermitteln von Kompetenztrainings zum Aufbau von persönlichen Ressourcen (Entspannungsverfahren, Achtsamkeitstraining, Genusstraining). Die Beratererfahrung wird innerhalb der Lerngruppe durch Selbsterfahrung und über supervidierte Begleitung von eigenen KlientInnen erworben. Nach dem Diplomlehrgang verfügen Sie über:

  • Fundiertes Wissen in Beratung, Gesundheitspsychologie, Motivationspsychologie, Entspannungsmedizin sowie Mind-Body-Medicine
  • Kompetenz in der beraterspezifischen Gesprächsführung
  • generelle Beraterkompetenz (phasenspezifische Beraterinterventionen)
  • spezifische Beraterkompetenz im Bereich Gesundheitsverhalten und Stressbewältigung
  • beraterische Kompetenz im klassischen Setting (Sitzungsraum) und zur motivationsfördernden Begleitung bei Alltagsaktivitäten
  • Kompetenz, die Beratung von Therapie abzugrenzen und bei Bedarf entsprechende Therapien zu vermitteln
  • Fähigkeit zur Vermittlung von Kompetenztrainings zum Aufbau von persönlichen Ressourcen (Entspannungsverfahren, Achtsamkeitstraining, Genusstraining) im Einzelsetting und in Gruppenkursen
  • ein Trainingsmanual zur Sensibilisierung von Gesundheitsverhalten
  • Selbsterfahrung als KlientIn im Beratersetting
  • Tätigkeitsfelder: eigene Beraterpraxis, medizinische Institutionen (Verhaltensprävention und Rückfallprophylaxe bei bestehenden Erkrankungen), Bildungswesen, betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme
  • Lehrgangsdiplome*, um sich bei den Krankenkassen (Gesundheitsförderung / Zusatzversicherung) registrieren zu lassen: Stressberatung, Achtsamkeitstraining, Entspannungsverfahren (PME, AT, AI)

* Bitte beachten Sie, dass je nach Registrierungsstelle noch weitere, methodenunspezifische Registrierungsbedingungen erfüllt werden müssen. Die Methodenlisten der Krankenkassen können von diesen jederzeit geändert werden.

Höheres Fachdiplom

Das höhere Fachdiplom «BeraterIn für Gesundheitsverhalten und Stressbewältigung MR» befähigt Sie, Personen umfassend im Zusammenhang mit Gesundheitsverhalten und Stress innerhalb des Beratersettings entsprechend gesundheitspsychologischen und gesundheitsmedizinischen Standards zu informieren und Ihre KlientInnen innerhalb des Beratungsprozesses zielfindend und motivationsfördernd zu begleiten. Die Beratung bezieht sich sowohl auf die allgemeine Gesundheitsförderung als auch auf die motivational-beratende präventive Begleitung bei der Umsetzung von gesundheitswirksamen Verhalten beim Vorliegen von Erkrankungen.

Die Inhalte des Lehrganges dienen auch der persönlichen Vorbereitung zur Höheren Fachprüfung des eidgenössischen Diploms «BeraterIn im psychosozialen Bereich (HFP)». Der erleichterte Zugang zur Prüfung über die Kollektivmitgliedschaft bei der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung (SGfB) ist in Vorabklärung.

Der Lehrgang kann modular aufbauend begonnen werden. Suchen Sie ein passenden Modul und starten Sie jederzeit selbstbestimmt. Schliessen Sie auf dem Weg bereits mit anerkannten Abschlüssen ab, welche es Ihnen ermöglicht in der neu gewonnenen Kompetenz Kurse und Angebote anzubieten.