med. AT

Entspannung, die mit dem Denken beginnt

In der Ausbildung medizinisches autogenes Training lernen Sie dieses Entspannungsverfahren im Kontext der Entspannungsmedizin kennen und z.B. zur Stressbewältigung und Gesundheitsförderung anwenden.

Ausbildung

Diplom med. Autogenes Training MR

Das Autogene Training (AT) ist das bekannteste medizinische Entspannungsverfahren und weist den grössten praktischen Erfahrungsschatz sowohl im klinischen als auch im ausserklinischen Bereich auf.

Als diplomierte Entspannungsfachperson in med. AT haben Sie ein umfangreiches theoretisches und praktisches Wissen, um Ihre KlientInnen / PatientInnen in Einzelbegleitung oder in Gruppenkursen sicher mittels AT und dessen kognitiven Techniken in den Entspannungszustand hineinzuführen. Sie vermitteln dabei schrittweise ein Verfahren, um sich bei Stress, emotionaler Anspannung und Müdigkeit innerhalb von Sekunden entspannen und innerhalb von Minuten wieder erholen zu können. Sie geben die Techniken der Originalform nach Schultz weiter, damit Ihre TeilnehmerInnen selbstwirksam auch über eine längere Zeit im AT-Entspannungszustand verweilen können. Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass Ihre KlientInnen selbst für den Erhalt von Gesundheit und für die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress (sog. Resilienz) sorgen. Ihren PatientInnen ermöglichen Sie, einen eigenen Behandlungsbeitrag leisten zu können bei chronischen Leiden wie z.B. Stress-assoziierten Erkrankungen, Burnout, Schlafstörungen, Bluthochdruck, chronischen Schmerzen, Angststörungen, Depressionen und psychosomatische Erkrankungen. Bei Bedarf erarbeiten Sie in der Einzelbegleitung individuelle Formeln, welche helfen, auch den Anforderungen des Alltags widerstandsfähiger zu begegnen.

Methode

Das Autogene Training (AT) wird vom Begründer J.H. Schultz als „konzentrative Selbstentspannung“ bezeichnet. Geleitet von kognitiven Vorstellungen, den sog. 6 AT-Formeln, erlernt die übende Person schrittweise sich selbstständig (autogen) in den AT-Entspannungszustand zu versetzen. An der medrelax wird die Originalform nach Schultz vermittelt, d.h. die Formeln werden schrittweise aufbauend über 8-16 Wochen erlernt und werden von der anleitenden Person nicht laut vorgesprochen. Nur so ist gewährleistet, dass medizinische Effekte erreicht werden und die übende Person die Resilienz stärkende Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge erleben kann. Die 6 AT-Formeln und der daraus sich ergebende Entspannungszustand stellen das eigentliche AT dar (sog. AT-Grundstufe), dessen medizinische Wirkungen wissenschaftlich eindeutig belegt sind (für zahlreiche psychische und psychosomatische Erkrankung). Die AT-Oberstufe wird an der medrelax nicht unterrichtet, da ihre Wirksamkeit nicht belegt ist und gemäss Expertenmeinung (inklusiv Schultz selbst) ohne psychoanalytisch-psychotherapeutische Ausbildung nicht seriös vermittelt werden kann.

Bei speziellen Indikationsstellungen wird im klinisch-praktischen Alltag das AT – wie von Schultz selbst vorgesehen – notwendigerweise mit der Progressiven Muskelentspannung als Einstiegsverfahren kombiniert. Im Lehrgang med. AT wird deshalb die gezielte, durch Indikationsstellung geleitete integrierte Anwendung der med. PME vermittelt.

„med.“

Das „med.“ in med. Autogenes Training (med. AT) bezeichnet die medizinische Verwendung des Autogenen Trainings im Kontext der Entspannungsmedizin. Das Wissen aus dem «Basismodul Entspannungsmedizin» ermöglicht die spätere Verwendung des med. AT sowohl zur Stressbewältigung und Gesundheitsförderung als auch zur therapeutischen Unterstützung bei körperlichen und psychischen Erkrankungen. Das Lernstoff ist für Sie didaktisch so aufbereitet, dass Sie auch ohne Vorwissen innerhalb kurzer Zeit sich darin gut zurechtfinden werden. 

Kompetenz

Der Diplomlehrgang in med. AT umfasst fundiertes Wissen in entspannungsmedizinischen Themen inklusive Stress- und Resilienzforschung sowie den Erwerb von praktischer Anleitfahrung in der Lerngruppe und durch supervidierten Begleitung eigener KlientInnen / PatientInnen. Sie erlernen auch selbst das AT von Grund auf in seiner Originalform nach Schultz und können es nach Ihren Bedürfnissen fortan anwenden (Selbsterfahrung). Sie schulen Ihr Auge für allfällige psychopathologische Eigenheiten bei Ihren TeilnehmerInnen und vermögen so das Verfahren gezielt zu modifizieren (inklusive Anwendung der PME als Einstiegsverfahren), sodass es nicht durch Überforderung zu Störungen oder Kursabbruch kommt. Nach dem Diplomlehrgang verfügen Sie über:

  • eine Vorlage für den eigenen Kursablauf à 8 Lektionen in med. AT
  • fundiertes Wissen in Entspannungsmedizin, Stress- und Resilienzforschung
  • Anleitkompetenz für Gesundheitsförderung und Prävention
  • Anleitkompetenz zur Therapieunterstützung bei chronischen Erkrankungen
  • Anleitkompetenz für Gruppen und Einzelbegleitung
  • vertiefte Selbsterfahrung in AT
  • Kompetenz und Sicherheit, um als Entspannungsfachperson mit medizinischen Fachkräften zusammenarbeiten zu können
  • Tätigkeitsfelder: eigene Beraterpraxis, medizinische Institutionen (Verhaltensprävention und Rückfallprophylaxe bei bestehenden Erkrankungen), Bildungswesen, betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme
Diplom

Nach Abschluss des Lehrganges und Einreichen einer Diplomarbeit erhalten Sie das kombinierte Diplom in med. Autogenen Training MR und med. Progressiver Muskelentspannung MR. Dieses befähigt Sie, selbständig Erwachsene und Kinder in der Methode anzuleiten sowie körperlich und psychisch kranke Menschen Therapien unterstützend zu begleiten.

Unsere Lehrpläne werden EMR / EMfit, ASCA und SGMEV  konform umgesetzt und ermöglicht Ihnen so eine Abrechnung über die Krankenkassen (Zusatzversicherung). Je nach beruflicher Vorbildung sind für eine Registrierung als TherapeutIn in der Fachmethode Autogenes Training beim EMR und der ASCA zusätzliche Auflagen zu erfüllen. Die Registrierungsbedingungen ersehen Sie direkt auf der Webseite der entsprechenden Qualitätsstellen oder fragen Sie uns.